Unsere Motorräder


Übrigens: Sie können unserer Museumsfahrzeuge im Rahmen des Rollenden Museums bei diesen Veranstaltungen auch live bewundern!

Harley Davidson WLA 750 Polizeimuseum Stuttgart
Harley Davidson WLA 750 Polizeimuseum Stuttgart

Harley-Davidson WLA 750

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung Jan./Feb.1942 / ?
Motor 2  Zylinder V (Flathead)
Hubraum 742 ccm
Leistung 17 kw / 23,5 PS
Höchstgeschwindigkeit 105 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 245 kg / 380 kg

Ja, diese Harley fuhr tatsächlich auf den Autobahnen um Stuttgart Streife! Unmittelbar nach dem Krieg oblag die Überwachung der Autobahnen und ehemaligen Reichsstraßen in Nordwürttemberg dem „10. Constabulary Regiment“ der amerikanischen Militärpolizei. Ab 1946 begleiteten deutsche Polizeibeamte die US-Streifen und dafür wurde die Dienststelle „Mot. Kommissariat 20“ der Landespolizei in Möhringen geschaffen, der eine kleine, motorisierte Abteilung angegliedert war. Die Amerikaner stellten für die Autobahn zehn Solo-Kräder amerikanischen Fabrikats zur Verfügung, darunter diese Harley.

 

Der Legende nach sah die amerikanische Hilfsorganisation „CARE“ die Maschinen zunächst für deutsche Hebammen vor, die Motorräder erwiesen sich aber als zu schwer und mit Tankschaltung sowie Fußkupplung als ungeeignet. So bekam die Polizei die Harleys und die Damen deutlich leichtere „Hebammen-Quick“ von NSU. Guter Deal!

 

Die Harley wurde uns in einem völlig desolaten Zustand übergeben, wir haben sie aufwändig und originalgetreut restauriert. Heute ist sie in unserem Polizeimuseum und gelegentlich bei Veranstaltungen live zu bewundern!


BMW R67/2 Polizeimuseum Stuttgart
BMW R67/2 Polizeimuseum Stuttgart

BMW R67/2

Polizeilackierung

Baujahr / Erstzulassung 1952 / Oktober 1952
Motor 2 Zylinder Boxer-
Hubraum 590 ccm
Leistung 20,6 kw / 28 PS
Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 192 kg / 355 kg

Die R67/2 galt bis zum Erscheinen der R68 Sport (mit 35 PS) als das damals schnellste deutsche Tourenmotorrad; von der R67/2 wurden nur 4.234 Stück gebaut.

 

Motorräder für die Polizei wurden anfänglich der normalen Regelproduktion entnommen und lediglich mit eigener Lackierung („Tannengrün“) versehen. Blaulicht und Signalhorn waren damals noch kein Standard - dem motorradfahrenden Polizisten in Uniform wurde auch so Respekt gezollt.

 

Dieses Motorrad hatte nach seiner aktiven Polizeizeit eine ganz besondere Verwendung: mit zwei V-förmig angebauten Auslegern (auf dem SW-Foto zu erkennen) drehten auf ihm neun Polizisten als Pyramide souverän ihre Runden bei Polizeishows im ehemaligen Stuttgarter Neckarstadion – und die Maschine zuckte nicht einmal! Solide Wertarbeit und fahrerisches Können der damaligen Kollegen! Die stabilen, damals selbst gefertigten Ausleger sind noch vorhanden - den aktuellen Kollegen der Motorradstaffel fehlt's aber an Übung!

 

Die Maschine wurde vor vielen Jahren recht ordentlich weggepackt, hat aber im Laufe der Jahre trotzdem massiv unter Korrison gelitten. Das Bestrahlen mit Trockeneis hat den alten Glanz zum Vorschein gebracht, wie das nachfolgende Video zeigt; der Tank innen war allerdings ein geruchsintensives Biotop aus altem Sprit, Rost sowie einer sich ablösenden Kunststoffbeschichtung aus einer älteren Restaurierung - er musste durch einen Nachbau ersetzt werden.

9er-Pyramide auf der R67/2
9er-Pyramide auf der R67/2

NSU 251 OSB "Supermax" Polizei

Baujahr / Erstzulassung 1961 / 15.06.1961
Motor 1  Zylinder 4-Takt
Hubraum 247 ccm
Leistung 13,2 kw / 18 PS
Höchstgeschwindigkeit 116 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 174 kg / 325 kg

Während bei der Stadtpolizei Stuttgart ausschließlich Motorräder der Marke BMW gefahren wurden, waren die umliegenden Landespolizeidirektionen (LPDen) vielseitiger aufgestellt: diese späte NSU Max (hier als "Supermax" - erkennbar an den Stoßdämpfern hinten) lief z. B. bis 1972 bei der damaligen LPD Südwürttemberg-Hohenzollern in Tübingen, andere im Bereich der LPD Nord-Württemberg oder Südbaden. Bei den meisten Exemplaren handelte es sich aber um die kostengünstigere "Standard"-Variante der Max, die von 1952-1954 gebaut wurde, für Behörden sogar noch etwas länger. 

Obwohl diese Maschinen aus Neckarsulm sehr zuverlässig waren, konnten sie sich schlußendlich nicht bei der Polizei durchsetzen und die Phalanx der Platzhirsche aus München durchbrechen; die letzte "Supermax" lief 1963 vom Band. Gerade deshalb haben wir dieses Exemplar als  Polizeimaschine der 1950/1960er Jahre bei unserer preisgekrönten Sonderschau bei der Retro Classics 2024 gerne mit aufgenommen. Sie wurde uns von der Sammlung Bernhard Strobel zur Verfügung gestellt und ist ansonsten live im Polizeimuseum Dettenhausen zu bewundern.


BMW R50 Polizeimuseum Stuttgart
BMW R50 Polizeimuseum Stuttgart

BMW R50

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 1960 / 04.04.1960
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 490 ccm
Leistung 19 kw / 26 PS
Höchstgeschwindigkeit 105 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 195 kg / 320 kg

Diese R50, die im Original in der Ausstellung des Polizeimuseums zu bewundern ist, hat schon Blaulicht, Martinshorn und Funk. Mit dieser Sonderausstattung wurden nach und nach in den Polizeiwerkstätten alle Streifenmotorräder aufgerüstet. Zwei weitere, baugleiche R 50 unseres Fuhrparks haben diese Ausstattung leider nicht mehr. Da die Motorräder nach ihrer aktiven Dienstzeit bei Polizei-Schauen und Veranstaltungen eingesetzt wurden, hat man wieder alles abgebaut, an dem man hängen bleiben oder sich verletzen konnte.

 

Wie schon dargestellt, waren Sondersignale und Funk anfänglich kein Standard und dann zunächst nur dem Motorrad des sog. Rottenführes vorbehalten. Die grün-weiße Polizeilackierung war zur Erkennung als POLIZEI ausreichend. Insgesamt baute BMW 13.510 Exemplare vom Typ R50, von denen sehr viele an Behörden geleifert wurden.

30.5.1960: Polizeipräsident Paul Rau stellt die neue, zunächst 17köpfige Motorradstaffel der Presse vor.
30.5.1960: Polizeipräsident Paul Rau stellt die neue, zunächst 17köpfige Motorradstaffel der Presse vor.

16 Exemplare dieser BMW R50 waren im Jahr 1960 die Basis der legendären Motorradstaffel der Stuttgarter Polizei, die der damalige Polizeipräsident Paul Rau zur intensiveren Überwachung des innerstädtischen Straßenverkehrs nach dem Vorbild der Pariser Polizei aufstellen ließ. Die Motorradfahrer bekamen deshalb schnell die Bezeichnung "Rau-Reiter" verpasst und entwickelten sich zu einer professionellen und über Stuttgarts Grenzen hinaus bewunderten Einheit, die neben der Verkehrsüberwachung regelmäßig Staatsempfänge begleitete und auch bei Öffentlickeisveranstaltungen eingesetzt war.

(Näheres zur Entstehung der Motorradstaffel findet sich in den PHV-Vereinsmitteilungen Nr. 32.)


BMW R50 Polizeimuseum Stuttgart
BMW R50 Polizeimuseum Stuttgart

BMW R50

Polizeilackierung u. spezielle Trittbretter

Baujahr / Erstzulassung 1960 /
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 490 ccm
Leistung 19 kw / 26 PS
Höchstgeschwindigkeit 105 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 195 kg / 320 kg

Das ist eine dieser R50 aus dem Jahr 1960, die zusammen mit fünf anderen BMW (je drei R50 und R50/2) nach ihrer aktiven Zeit von der damaligen Landespolizedirektion Stuttgart II nicht veräußert, sondern für Veranstaltungen vorgehalten wurden. Dafür wurden an die Motorräder stabile, selbstgebaute Trittbretter geschraubt, auf denen man stehen konnte und so kamen die berühmten Motorrad-Pyramiden zustande, mit denen die Jungs ihr fahrerisches Können unter Beweis stellten (und die Maschinen ihre Robustheit). Allerdings merken wir heute schon, dass ein paar Mann zuviel auf den Maschinen saßen und standen - Kupplung und Getriebe haben ordentlich gelitten, auch manches Bauteil ist verzogen oder eingedellt.

In den Vereinsmitteilungen Nr. 32 findet sich ein ausführlicher Artikel über die Stuttgarter "Rau-Reiter" und ihr fahrerisches Können!


BMW R50/2 Seitenwagen-Gespann Polizeimuseum Stuttgart
BMW R50/2 Seitenwagen-Gespann Polizeimuseum Stuttgart

BMW R50/2 mit Beiwagen

"B-Krad", Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 1962 / 01.110.1962
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 490 ccm
Leistung 19 kw / 26 PS
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 195 kg / 600 kg
Seitenwagen BMW (Steib TR500)

Motorräder mit Beiwagen oder Seitenwagen konnten bis zu drei Polizisten oder Gepäck und Material schnell von A nach B transportieren und waren viel billiger als Pkw - ein wichtiges Argument zur damaligen Zeit. Bei Wind und Wetter aber kein Vergnügen für Fahrer und Beifahrer! Da nasse und durchgeforene Gesetzeshüter nicht unbegrenzt leistungsfähig waren, wurden die Beiwagen-Maschinen bald nur noch für Kurierfahrten oder zur Fahrschule genutzt.

 

Der von BMW ab Werk angebotene Seitenwagen war eine weit verbreitete Behördenversion und entspricht dem Modell TR500 des Nürnberger Herstellers Steib, das BMW in sein Angebot übernommen hatte. Häufig war daran noch eine Windschutzscheibe montiert, die bei unserem Beiwagen fehlt.

 

Motorrad-Gespanne gibt es schon lange nicht mehr bei der Polizei. Dieses „B-Krad“ wurde bereits 1976 ausgesondert, aber noch viele Jahre bei Polizeishows eingesetzt und es läuft auch heute noch einwandfrei. Gespannfahren hat seinen eigenen Charme, eine ganz eigene Fahrdynamik und fordert auch erfahrene Motorradfahrer heraus!

 

Um beim Fahren auf zwei Rädern noch das Rad des Beiwagens wechseln zu können, braucht es viel Gefühl fürs Motorrad!


BMW R50/2  Polizeimuseum Stuttgart
BMW R50/2 Polizeimuseum Stuttgart

BMW R50/2

Polizeilackierung

Baujahr / Erstzulassung 1961 / 11.10.1961
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 490 ccm
Leistung 19 kw / 26 PS
Höchstgeschwindigkeit 125 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 195 kg / 360 kg

Wie erwähnt wurden Motorräder für die Polizei anfänglich einfach aus der regulären Serienproduktion entnommen und es gab standardmäßig nur die Farben Schwarz und Grün ("Tannengrün"). Für die Polizei wurden später die Kotflügel noch weiß lackiert. Nach und nach wurden die Maschinen in den Polizeiwerkstätten mit Blaulicht und Signalhorn aufgerüstet. Wir freuen uns, dass wir mehrere Exemplare dieses Klassikers im Fuhrpark haben und auch wieder zum Laufen bringen konnten.

 

Die sog. "Strich 2" (von der insgesamt 19.036 Stück gebaut wurden) ist eine leicht modellgepflegte Variante der bisherigen R50 (13.510 Exemplare) mit Detailverbesserungen wie ein verstärkter Rahmen. Und damit ließ sich dann noch mehr anstellen:

Das Equipment der damaligen Shows haben wir eingestaubt in einer Lagerhalle entdeckt, robust gebaut und gut erhalten. Unser Oldtimerchef traut sich den Sprung durch den Feuerreifen noch zu, ebenso über die Rampe, allerdings findet er keine Kollegen mehr, die sich unten hinlegen!


Einheitliches Farbbild für Polizeifahrzeuge ab 1974

Im Arbeitskreis II der Konferenz der Innenminister einigte man sich auf eine neue, für das gesamte Bundesgebiet einschl. West-Berlins einheitliche Farbgebung. Statt Tannengrün (RAL 6009) wie oftmals zuvor, war die Grundfarbe nunmehr Cremeweiß (RAL 9001), Reinweiß (RAL 9010) oder ein entsprechendes "Herstellerweiß", die beweglichen Teile (Türen, Motor- und Kofferraumhaube) waren Minzgrün (RAL 6029) zu lackieren. Die Farbregelung galt für alle Streifenfahrzeuge; für Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei oder Servicefahrzeuge war eine Lackierung komplett in Minzgrün möglich. Teilweise wurden in der Übergangsphase noch Anbauteile in Tannengrün weiterverwendet (siehe R60/6).


BMW R60/6
BMW R60/6

BMW R60/6

Polizeiausführung mit Gläser-Verkleidung

Baujahr / Erstzulassung 1976 / 21.02.1976
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 595 ccm
Leistung 29 kw / 40 PS
Höchstgeschwindigkeit 155 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 210 kg / 398 kg

Mit der /6-Ausführung brachen bei BMW moderne Zeiten an. Die 500er wurde aus dem Programm genommen und die R60/6 übernahm deren Rolle als Standard-Behördenmaschine. Sie behielt die vordere Trommelbremse (weil einfacher zu warten), während die Modelle für den privaten Markt bereits mit Scheibenbremsen verzögerten. Neu war nun auch das Fünfganggetriebe.

 

Kräder mit dieser Gläser-Verkleidung waren windschlüpfrig und boten einen wirksamen Wetterschutz. Sie hatten aber bald auch einen speziellen Ruf und den Spitznamen „Starfighter“. Das kam vom futuristischen Aussehen der Verkleidung aber insbes. von den zahlreichen Unfällen und (Ab-)Stürzen ähnlich dem Flugzeug F-104G Starfighter. Der Fahrer musste seine Beine hinter der Verkleidung (die als „Monza“ bezeichnet eigentlich eine Rennverkleidung war) positionieren, was das Ausgleichen in Kurven erschwerte und bei langsamer Fahrt kaum schnelle Reaktionen ermöglichte. Stürze, Umfaller und blaue Flecken für die gut geschulten Fahrer waren vorprogrammiert!

 

Dieses fahrbereite Krad - eines der schnellsten seiner Zeit - wurde von der Landespolizeidirektion (LPD) Stuttgart I auf der Autobahn sowie in ländlichen Gebieten eingesetzt.

 

Das Fahrzeug ist eine Leihgabe aus der Sammlung Stefan Roth und stand von April bis Oktober 2023 im Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg im Rahmen einer Sonderausstellung zu Wiking-Modellautos und Polizei im Laufe der Nachkriegszeit. Die Sonderschau war noch bis zum 15. Oktober 2023 zu bewundern.  


BMW R8O RT Polizeimuseum Stuttgart
BMW R8O RT Polizeimuseum Stuttgart

BMW R80 RT

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 1993 / 12.07.1993
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 785 ccm
Leistung 37 kw / 50 PS
Höchstgeschwindigkeit 165 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 200 kg / 440 kg

Früher kaufte die Polizei serienmäßige, lediglich grün lackierte Motorräder und versah sie später in den polizeieigenen Werkstätten mit Sondersignalen und Funk. Die R 80 RT war 1982 das erste Modell, das der Hersteller bereits komplett und fertig konfiguriert als Behörden-Fahrzeug anbot. Alle wichtigen Komponenten waren ab Werk schon integriert und aufeinander abgestimmt, so dass aufwändige Umbauten und technische Anpassungen entfielen. BMW bietet seitdem spezielle Polizei- und Behörden-Motorräder weltweit in der jeweils länder-/einsatzspezifischen Lackierung und Ausstattung an.

  

Ab 1984 wurden im Rahmen der Modellpflege die Hinterradschwinge der R80 durch eine Einarmschwinge (Monolever) ersetzt und ein 18 Zoll Vorderrad verbaut, das Design überarbeitet (Gussräder, Heck mit Sitzbank, Heckbürzel und Seitendeckel); diese neueren Modelle wurden auch als R80 RT/2 bezeichnet. Insgesamt wurden bis 1995 von der R80 RT 29.384 Exemplare gebaut.


BMW K75 Polizeimuseum Stuttgart
BMW K75 Polizeimuseum Stuttgart

BMW K75

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 1995 / 04.03.1996
Motor 3  Zylinder Reihe
Hubraum 740 ccm
Leistung 50 kw / 68 PS
Höchstgeschwindigkeit 184 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 224 kg / 480 kg

Sicherheit – ein Schlagwort, das für die Polizei immer im Vordergrund stand:  BMW-Motorräder der K-Serie waren die ersten mit ABS, das zunächst bei der K100 eingeführt wurde und später Standard auch bei den kleineren K75 war. Allerdings waren die längs eingebauten, wassergegühlten 3-Zylinder-Reihenmotoren bei traditionellen BMW-Fans wenig beliebt, weshalb die Produktion der Serie bereits nach 10 Jahren (1986-1996) eingestellt wurde, in denen 18.485 Stück im BMW-Werk Berlin verliesen.

 

Dieses Krad lief beim PP Stuttgart mit dem Funk-Rufnamen Uran 5/621 rund 74.000 km. Dort wurde auf die sonst übliche Vollverkleidung der Polizeimotorräder verzichtet, da im langsameren Stadtverkehr schmale, unverkleidete Maschinen wendiger und besser gekühlt sind.

 

Derzeit steht das Motorrad im Foyer des Polizeipräsidums Ludwigsburg.


BMW R8O RT Polizeimuseum Stuttgart
BMW R8O RT Polizeimuseum Stuttgart

BMW R850 R

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 1998 / 08.08.1998
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 848 ccm
Leistung 52 kw / 70 PS
Höchstgeschwindigkeit 187 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 238 kg / 450 kg

Diese BMW R 850 R der Stuttgarter Polizei ist im Originalzustand, die wie lange üblich keine Vollverkleidung für den Großstadtbereich vorsah und sich mit der Windschutzscheibe begnügte. Zur besseren Motorkühlung wurde auf dem rechten Zylinderschutzbügel ein Ölkühler als Zubehör installiert.

 

Das Fahrzeug hatte einen Dienstunfall, bei dem Vordergabel und Längslenker gestaucht wurden, wie auch auf dem Foto erahnbar ist. Zwischenzeitlich haben wir eine Ersatzgabel verbaut sowie weitere Teile ersetzt bzw. angepasst. Wir sind guter Hoffnung, dass in Kürze der Boxer wieder loslegt. Übrigens, wer Lust hat, bei uns mitzumachen, ist jederzeit herzlich willkommen! Unser Verein ist offen für alle! Mann/Frau muss nicht bei der Polizei sein oder Schrauberfähigkeiten haben, wir haben viele interessante Themen und bieten ein spannendes Hobby in toller Atmosphäre! Einfach mal Jürgen Hauber antexten per Mail oder WhatsApp 0172 7331051!

BMW R850 Polizei Polizeimuseum Stuttgart
Ölkühler auf dem rechten Schutzbügel


BMW R1150 RT Polizeimuseum Stuttgart
BMW R1150 RT Polizeimuseum Stuttgart

BMW R1150 RT

Polizeiausführung

Baujahr / Erstzulassung 2001 / 03.01.2002
Motor 2  Zylinder Boxer
Hubraum 1.130 ccm
Leistung 70 kw / 90 PS
Höchstgeschwindigkeit 202 km/h
Eigen-/zuläss. Gesamtgewicht 279 kg / 495 kg

Diese BMW R 1150 RT ist ein aktueller Neuzugang in unserem Fuhrpark, sie hat bereits die neue Farbgebung der Polizei in Silber und Blau (Verkehrsblau RAL 5017), die Grundfarbe ist ein serienmäßiges Silbermetallic, die blauen Partien sind als Folie aufgeklebt. Das Stuttgarter Präsidium hatte 28 Maschinen von diesem Typ, die 2014 von der neuen R1200 RT abgelöst wurden. Zwischenzeitlich hat sich auch das Stadtpräsidium Stuttgart mit vollverkleideten Motorrädern arrangiert, da die landeseinheitliche Beschaffung wirtschaftlicher ist und moderne Technik thermische Probleme bei Verkleidungen reduziert.

 

Wir arbeiten die Maschine gerade auf, ob wir allerdings ihren Motorschaden wieder hinbekommen, ist noch offen.

 

Die vollverkleidete R1150 RT wurde im Januar 2001 als Nachfolger der BMW R 1100 RT präsentiert und im BMW-Werk Berlin-Spandau bis 2004 gefertigt. Sie bekam mehrere bauähnliche Schwestermodelle mit weitgehend identischem Motor und unterschiedlicher Fahrwerksauslegung sowie Ausstattung: das Naked Bike R 1150 R, die Sportler R 1150 RS und die Reiseenduro R 1150 GS/Adventure. Die RT hat ab Werk ein vollintegrales ABS, bei dem immer beide Räder gebremst werden, unabhängig davon, ob Hand- oder Fußbremse betätigt werden. Die Sturzbügel sind nicht wirklich schön, erfüllen aber ihren Zweck und sind Halterung für die Lautsprecher und Schutz der Koffer.